Kuttner, Erlauf, Österreich, 2007


 
Unser landwirtschaftlicher Betrieb ist 43 ha groß, 32 ha davon sind Ackerland, 1 ha ist Wiese, und 10 ha sind Wald. Diese Fläche hat in unserer Vorgängergeneration noch ausgereicht, um ein Leben in angemessenem Wohlstand zu führen. In unserer Generation ist diese Betriebsgröße viel zu gering, um ein Familieneinkommen abzuwerfen. […]

Eine entscheidende Zeit für unseren Betrieb kam mit dem EU-Beitritt. Es wurde offensichtlich, dass wir in unserer klimatisch benachteiligten Region beim Anbau von Speisekartoffeln und Gemüse nicht mit den Hauptanbaugebieten für diese Produkte mithalten konnten. So haben wir die eigene Produktion von Speisekartoffeln, Salat, Gemüse und Kräutern aufgegeben; wir haben die Folienhäuser für Gurken und Paprika verkauft und uns nur mehr auf den Handel mit Obst und Gemüse verlegt.[…]

Die Viehwirtschaft hat mich nie so interessiert, und das hätte ich auch nicht gekonnt … Ich hab zu den Viechern, obwohl wir sie immer im Haus gehabt haben, keine Beziehung gehabt … Also, Viehwirtschaft möchte ich keine betreiben; das, was wir jetzt machen, das mach ich sicher gern, wenn’s auch oft viel und auch harte Arbeit ist. […]